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„Es lohnt sich auf alle Fälle!“

08.10.2026
Student Ambassador Lukas Maise studiert Mechatronik an der FHV. Im Interview beschreibt er, wie ihn die Arbeit in der Forstwirtschaft geprägt hat und wie seine Technikbegeisterung ihn zum Studium motivierte.

 

Du hast zuvor als Seilzugangstechniker, Forstwirt und Flughelfer gearbeitet. Was hat dich dazu bewogen, einen neuen Weg einzuschlagen?

Lukas Maise: Ich bin überzeugt, dass eine handwerkliche Ausbildung nach der Pflichtschule eine wichtige Grundlage ist. Nach meinem technischen Abitur führte mich der familiäre Bezug zur Forstwirtschaft in diese Branche, in der ich über zehn Jahre vielseitige Erfahrungen sammelte und 2024 die Meisterschule abschloss. Da sich danach keine verlässliche Perspektive ergab und mich Fragen zu Entwicklung, Aufstiegschancen sowie zur langfristigen Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Gesundheit beschäftigten, entschied ich mich nach längerer Überlegung für ein technisches Studium, um meine beruflichen Chancen in einem sich stark verändernden Arbeitsmarkt zu erweitern und meine Technikbegeisterung weiterzuverfolgen.

 

Welche Erfahrungen aus diesen Tätigkeiten kannst du heute in dein Studium einbringen?

Lukas: Es ist eine lange Liste; vieles davon passiert unbemerkt nebenbei. Sicherlich viel mechanisches und technisches Verständnis für Zusammenhänge und Prozesse aus der Arbeit mit großen schweren, aber auch „kleinen“ Maschinen und Werkzeugen. Teamwork war dabei stets das A und O: täglich, unter unterschiedlichsten Bedingungen und in allen erdenklichen Situationen. Daraus entstanden Anpassungsfähigkeit und Pragmatismus, die schon manches Problem gelöst haben. Besonders wertvoll war meine Zeit als Ausbilder: Ich habe gelernt, den aktuellen Stand der Technik professionell zu vermitteln und mich dafür regelmäßig weiterzubilden. Toll ist, dass ich viele Dinge und Sachverhalte bereits während der Vorlesungen auf konkrete Anwendungen oder eigene Erfahrungen übertragen kann.

 

Was würdest du Personen raten, die nach mehreren Jahren im Berufsleben über eine Neuorientierung nachdenken?

Lukas: „Nicht so lange warten … machen!“, klingt nach einem abgenutzten Spruch, genauso wie „Besser spät als nie“. Doch eines ist sicher: Es lohnt sich auf alle Fälle! Allein der Blick über den eigenen Tellerrand kann entscheidend sein und vielleicht neue Impulse geben. Außerdem bekommt man am Ende nicht nur einen weiteren Abschluss in die Hand, sondern auch großartige Kontakte, vielfältige Möglichkeiten und neue Ideen. Dazu ist das „alte“ Wissen nicht verloren oder umsonst – ganz im Gegenteil: Es bildet die Basis, wird vervollständigt und ergänzt. 

 

Was ist dir aus deinem ersten Jahr an der FHV besonders in Erinnerung geblieben?

Lukas: Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, dass uns von Anfang an sehr viel Vertrauen entgegengebracht wurde, insbesondere im Umgang mit den Laboren, und wir schnell die Möglichkeit hatten, eigenständig Projekte zu starten. Speziell während meiner Vorbereitung auf den Studienstart, als ich mich durch das Mathe-Praktikum arbeitete – einen empfohlenen Vorkurs für einen leichteren Einstieg –, stellte ich teilweise verzweifelt fest, wie ich zum Schreibtischtiger wurde. 

 

Wie erlebst du die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung?

Lukas: Ich finde die Möglichkeiten und Angebote sehr vielfältig und supernützlich, um den Transfer in die Praxis zu schaffen. Persönlich erlebe ich das vor allem in den modernen Laboren und bei den Projekten, die jedes Semester neu starten und uns auch die Möglichkeit geben, eigene Ideen einzubringen. Aufgrund der Struktur sind auch meistens erfahrene Labortechniker:innen nicht weit, die sich gerne für uns als Kleingruppe oder auch einzeln Zeit nehmen.

 

In welche Richtung möchtest du dich beruflich weiterentwickeln und gibt es bereits einen Bereich der Mechatronik, der dich besonders interessiert?

Lukas: Ja, klar! Ich könnte mir gut vorstellen, mich in den Bereichen Maschinenbau, moderne Fertigung und Automatisierung weiterzuentwickeln. Spannend finde ich generell auch die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen und dabei die Entwicklung teilautonomer Systeme. Durch meine Zeit als Flughelfer und meine mehrjährige Arbeit mit Hubschraubern kann ich mich auch für viele Bereiche der Luftfahrttechnik begeistern.

 

Du interessierst dich auch für ein Bachelorstudium in Mechatronik? Dann erfahre hier mehr!

 


 

Infokasten:

Name: Lukas Daniele Maise

Tätigkeit: Bachelor Mechatronik an der FHV

Hobbys: Bergsport

Motto: "Got it, git's it" (Geht nicht gibt's nicht)


Als Student Ambassador der FHV ist Lukas Maise Markenbotschafter der Hochschule. Er repräsentiert die FHV nach außen, gibt authentische Einblicke ins Studierendenleben und ist Ansprechperson für Studieninteressierte und Studierende. Ob auf Bildungsmessen, bei Events am Campus oder auf Social Media – Lukas stellt die Studienprogramme vor, teilt Erfahrungen aus dem Studienalltag und bringt Menschen zusammen. So stärken die Student Ambassadors die FHV-Community.