RUN-EU bringt Europa ins Ferienprogramm
25.09.2026
Am 26. September ist European Language Day – der europäische Tag der Sprachen. Dass Verständigung weit über das Erlernen von Vokabeln hinausgeht, zeigte in diesem Sommer das erste internationale Volunteering-Programm der FHV.
Key-Takeaways
- Internationale Volunteers engagierten sich zwei Wochen lang bei Ferienangeboten für Kinder in Vorarlberg.
- Drei Partner vor Ort machten das erste internationale Volunteering-Programm der FHV möglich: das Abenteuer Sportcamp, W*ORT Lustenau und die Stadt Dornbirn.
- Sprachen und Kulturen verbinden: Kinder, Betreuungspersonen und Studierende profitierten vom Austausch und knüpften neue Kontakte.
14 internationale Studierende von sechs Partnerhochschulen der FHV und drei Studierende aus Österreich engagierten sich in diesem Sommer im Rahmen der Regional University Network – European University (RUN-EU) zwei Wochen lang bei Ferienangeboten für Kinder in Vorarlberg. Das Netzwerk verbindet zehn europäische Hochschulen mit dem Ziel, die internationale Zusammenarbeit, Mobilität und den interkulturellen Austausch zu stärken. „Internationales Volunteering schafft Lernräume, die wir in dieser Form in keinem Seminar herstellen können. Die Studierenden müssen sich auf neue Menschen, kulturelle Unterschiede und ungewohnte Situationen einlassen und lernen dabei viel über sich selbst. Gleichzeitig wird der europäische Gedanke von RUN-EU unmittelbar erlebbar: Junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern übernehmen gemeinsam Verantwortung und bauen Beziehungen über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg auf“, resümiert Dr.in Erika Engleitner-Geser, Professorin für Soziale Arbeit an der FHV und Organisatorin des Volunteering-Programms. Gleichzeitig dankte sie den Partner:innen in Vorarlberg für die partnerschaftliche Kooperation.
Volunteers beim Abenteuer Sportcamp
Beim Abenteuer Sportcamp mit rund 2500 Kindern unterstützten die Volunteers Betreuungspersonen an verschiedenen Standorten. Projektleiter Wolfang Bauer zeigte sich beeindruckt: „Die internationalen Studierenden haben sich von Anfang an komplett eingebracht und waren sofort integriert. Es sind sogar Freundschaften entstanden. Im Camp waren sie die absoluten Superstars“. Die Volunteers hätten zu einer Horizonterweiterung und einer Belebung der Abenteuer Sportcamp Teams beigetragen, was sich ebenfalls positiv auf die Kinder auswirkte.
W*ORT in Lustenau und Stadt Dornbirn
Weitere Studierende engagierten sich bei kreativen Angeboten im W*ORT in Lustenau oder in den Ferien-Klubs der Stadt Dornbirn. „Ich finde es wertvoll, wenn man von anderen Kulturen etwas mitbekommt, von anderen Sprachen, von anderen Herangehensweisen“, sagt Maria Großkopf-Guevara vom Verein FÜRW*ORT. Auch in Dornbirn war der Austausch spürbar: „Der sprachliche und kulturelle Austausch war sowohl für die Kinder als auch für die Mitarbeitenden im Ferien-Klub eine wertvolle und bereichernde Erfahrung“, sagen Birgül Kurucam und Martina Marleku, Koordinatorinnen der Schulkindbetreuung der Stadt Dornbirn.
Dabei war auch interkulturelles Lernen gefragt: Die Studierenden waren täglich bis zu sieben Stunden im Einsatz, bewältigten ihre Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, überwanden Sprachbarrieren und erlebten kulturelle Unterschiede im Arbeitsalltag. Da höchstens zwei internationale Volunteers gemeinsam an einem Einsatzort arbeiteten, mussten sie ihre Komfortzone verlassen und Kontakte vor Ort knüpfen. Daraus entstanden auch persönliche Beziehungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.
Beste Erfahrung des Lebens
Wie prägend die zwei Wochen waren, zeigen die Rückmeldungen der Teilnehmenden: Lakmali von der Häme University of Applied Sciences in Finnland spricht von einer wunderbaren Erfahrung, an die sie sich lange erinnern werde. João von der Universität Leiria Oeste in Portugal bezeichnet das Volunteering sogar als eine der besten Erfahrungen seines Lebens: Er habe viele interessante Menschen und Orte kennengelernt und erstmals erlebt, dass sich Arbeit gar nicht wie Arbeit anfühlen müsse. Auch Germán Blanco Loa von der Universität Burgos in Spanien blickt gerne zurück: „Die Fantasie der Kinder durch kreative Aktivitäten zu fördern, war für mich das Highlight meines Volunteering-Einsatzes im W*ORT. Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, Österreich kennenzulernen.“
Über den European Language Day
Der Europäische Tag der Sprachen wird jedes Jahr am 26. September gefeiert. Er wurde 2001 auf gemeinsame Initiative des Europarats und der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Durch diese Initiative werden rund 700 Millionen Bürger:innen in den 46 Mitgliedstaaten des Europarats dazu ermutigt, in jedem Alter Sprachen zu entdecken und zu lernen, sei es im Rahmen der formalen Bildung oder daneben. Dies spiegelt die gemeinsame Überzeugung des Europarats und der Europäischen Kommission wider, dass sprachliche Vielfalt ein wirkungsvolles Mittel zur Förderung des interkulturellen Verständnisses und ein grundlegender Bestandteil des reichen kulturellen Erbes Europas ist.