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Wie man mit Neugierde, Motivation und viel Durchhaltevermögen zum Erfolg kommt

29.06.2023
Der gebürtige Tiroler Alexander Murr hat sich nach dem Studium der theoretischen Physik der Herausforderung gestellt, seine Doktorarbeit auf einem interdisziplinären Thema im Bereich der Materialwissenschaften zu absolvieren.

Am 26.4.2023 konnte er seine Dissertation „Der Einfluss des Wasserdampftransports auf die Aufnahme und Abgabe von Feuchte im Holz“ an der Universität Innsbruck (Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften, Arbeitsbereich Materialtechnologie) hervorragend verteidigen. Wir gratulieren zum erfolgreichen Abschluss des Doktorats!

Alexander wollte nach dem Physikstudium seinen Horizont erweitern und sich in anderen Forschungsbereichen einarbeiten. Dazu führte er zahlreiche Gespräche mit Professor:innen unterschiedlicher Fakultäten, um sein Thema für die Dissertation herauszufinden. Seine Suche führte ihn in die Materialwissenschaft, wo er die Bereiche aus der Biologie, Chemie, Materialwissenschaft und der Physik in einer Doktorarbeit kombinieren konnte.

In seiner Doktorarbeit geht es darum, wie schnell und wie viel Feuchte aus der Umgebungsluft vom Holz aufgenommen bzw. abgegeben wird und welche Mechanismen dabei eine relevante Rolle spielen. Dies ist insbesondere wichtig, da viele der feuchteabhängigen Veränderungen im Holz (wie z.B. Quellen/Schwinden, Verlust an Festigkeit, Rissbildung) bereits rein durch Änderungen der Luftfeuchte zustande kommen. „Die Schwierigkeit dieser interdisziplinären Thematik liegt darin, dass viele verschiedene Prozesse gleichzeitig ablaufen und dass Strukturen im Bereich von Millimetern bis hin zu Nanometern beteiligt sind. Eine Thematik, an der bereits seit über 100 Jahren geforscht wird und immer noch viele Fragen ungeklärt sind“, erklärt Alexander.

Alexander hat sich dieser Aufgabe experimentell als auch theoretisch genähert und war – aufgrund der Exklusivität der Arbeit – damit komplett auf sich allein gestellt. Sein Weg war definitiv herausfordernd, doch durch sein Durchhaltevermögen, sein Engagement und seinem präzisen Arbeiten konnte er einige sehr interessante Erkenntnisse über die im Holz ablaufenden Prozesse herausfinden.

Der wissbegierige Wissenschaftler hat neben seinem Doktoratsstudium an mehreren interdisziplinären Forschungsprojekten gearbeitet, ein eigenes Forschungsprojekt eingeworben und ein Stipendium erhalten, viele wissenschaftliche Vorträge gehalten sowie an der Universität Innsbruck, FHV und am BFI-Innsbruck unterrichtet.

Seit Herbst 2022 ist Alexander Teil des Forschungszentrums Energie an der FHV - Vorarlberg University of Applied Sciences und unterstützt uns auch zukünftig als Postdoc im Bereich der Materialwissenschaften. Wir gratulieren zum erfolgreichen Abschluss und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit! 

 

Juni 2023