Musikalische Bachelorarbeit begeistert
09.07.2026
Mit dem Song „When I Was Young“ steht Felizitas Kessler im Finale des Musikpreises Sound@V* in der Kategorie „Newcomer“. Das Event geht am Freitag, den 10. Juli, im Rahmen des Poolbar-Festivals in Feldkirch über die Bühne. Im Interview spricht die InterMedia-Absolventin über ihre Leidenschaft für Musik, ihren Mut, erstmals eigene Songs zu veröffentlichen, und darüber, wie ihre Bachelorarbeit an der FHV zur kreativen Grundlage ihrer musikalischen Trilogie wurde.
Wie ist der Song „When I was young“ entstanden?
Felizitas Kessler: Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich habe früh angefangen zu singen, Klavier zu spielen und eigene Texte zu schreiben. Lange Zeit war Musik für mich aber etwas sehr Privates. Viele Menschen in meinem Umfeld wussten gar nicht, dass ich eigene Songs schreibe, weil ich mich nie wirklich getraut habe, diese mit anderen zu teilen. „When I Was Young“ entstand im Rahmen meiner Bachelorarbeit „Emotion in Motion“ im Studiengang InterMedia.
Worum geht es in deiner Bachelorarbeit?
Felizitas: Die zentrale Frage meiner Arbeit war, wie visuelle Bildwelten gestaltet werden können, um die emotionale Wahrnehmung von Musik zu erweitern. Dafür habe ich eine musikalische und visuelle Trilogie aus drei Songs und drei Musikvideos entwickelt. Die Trilogie erzählt chronologisch eine zusammenhängende Geschichte über den Umgang mit den eigenen Emotionen und das Innenleben eines Menschen. Also all jene Dinge, die von außen oft niemand sieht.
Felizitas Kessler: Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben. Ich habe früh angefangen zu singen, Klavier zu spielen und eigene Texte zu schreiben. Lange Zeit war Musik für mich aber etwas sehr Privates. Viele Menschen in meinem Umfeld wussten gar nicht, dass ich eigene Songs schreibe, weil ich mich nie wirklich getraut habe, diese mit anderen zu teilen. „When I Was Young“ entstand im Rahmen meiner Bachelorarbeit „Emotion in Motion“ im Studiengang InterMedia.
Worum geht es in deiner Bachelorarbeit?
Felizitas: Die zentrale Frage meiner Arbeit war, wie visuelle Bildwelten gestaltet werden können, um die emotionale Wahrnehmung von Musik zu erweitern. Dafür habe ich eine musikalische und visuelle Trilogie aus drei Songs und drei Musikvideos entwickelt. Die Trilogie erzählt chronologisch eine zusammenhängende Geschichte über den Umgang mit den eigenen Emotionen und das Innenleben eines Menschen. Also all jene Dinge, die von außen oft niemand sieht.
Wie hat dich das Studium an der FHV bei diesem Projekt unterstützt?
Felizitas: Es hat mir den Rahmen gegeben, ein Projekt wie „Emotion in Motion“ in diesem Umfang umzusetzen. Durch die Bachelorarbeit hatte ich die Möglichkeit, Musik, Film und Forschung miteinander zu verbinden und mich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, das mir persönlich sehr wichtig ist. Gleichzeitig hat mich das Studium immer wieder dazu motiviert, größer zu denken und meine Ideen konsequent weiterzuentwickeln.
Felizitas: Es hat mir den Rahmen gegeben, ein Projekt wie „Emotion in Motion“ in diesem Umfang umzusetzen. Durch die Bachelorarbeit hatte ich die Möglichkeit, Musik, Film und Forschung miteinander zu verbinden und mich intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, das mir persönlich sehr wichtig ist. Gleichzeitig hat mich das Studium immer wieder dazu motiviert, größer zu denken und meine Ideen konsequent weiterzuentwickeln.
Wie haben dich deine Betreuer:innen während der Bachelorarbeit begleitet?
Felizitas: Als eher perfektionistischer Mensch wollte ich das Projekt von Anfang an so gut wie möglich umsetzen, und die Unterstützung meiner Betreuer Margarita Köhl und David Altweger war dabei sehr wertvoll. Durch ihr Feedback und ihre Begleitung konnte ich die visuellen Bildwelten gezielter entwickeln und meine Ideen weiter schärfen. Besonders dankbar bin ich dafür, dass mir die Freiheit gegeben wurde, meiner Leidenschaft für Musik und audiovisuelle Gestaltung im Rahmen meiner Bachelorarbeit nachzugehen und daraus ein Projekt zu machen, das mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht hat.
Felizitas: Als eher perfektionistischer Mensch wollte ich das Projekt von Anfang an so gut wie möglich umsetzen, und die Unterstützung meiner Betreuer Margarita Köhl und David Altweger war dabei sehr wertvoll. Durch ihr Feedback und ihre Begleitung konnte ich die visuellen Bildwelten gezielter entwickeln und meine Ideen weiter schärfen. Besonders dankbar bin ich dafür, dass mir die Freiheit gegeben wurde, meiner Leidenschaft für Musik und audiovisuelle Gestaltung im Rahmen meiner Bachelorarbeit nachzugehen und daraus ein Projekt zu machen, das mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht hat.
Kannst du uns einen näheren Einblick in deine Songs geben?
Felizitas: Der erste Song „Nothing About It“ beschreibt einen emotionalen Tiefpunkt. Es geht um Überforderung, Isolation und das Gefühl, nicht verstanden zu werden. „When I Was Young“ bildet den zweiten Teil der Trilogie und erzählt vom Rückblick auf die eigene Kindheit. Der Song beschäftigt sich mit Fragen, die sich viele Menschen irgendwann stellen: War früher wirklich alles besser? Habe ich mich damals anders gefühlt? Und wie viel von dem, woran wir uns erinnern, entspricht tatsächlich der Realität?
Welche Botschaft möchtest du mit der Trilogie vermitteln?
Felizitas: Zwischen Nostalgie und Zweifel geht es im nominierten Song um die Distanz zwischen Erinnerung und Wirklichkeit. Gleichzeitig thematisiert er die Schutzmechanismen, die wir im Laufe unseres Lebens entwickeln – die emotionalen Mauern, die wir aufbauen, um uns vor Verletzungen zu schützen. Der dritte Song „Blue“ bildet den Abschluss der Trilogie und beschreibt die Akzeptanz der eigenen Emotionen. Die Farbe blau steht in diesem Song für Wahrheit, Selbstannahme und Selbstermächtigung.
Zusätzlich zu den Songs hast du auch Musikvideos kreiert?
Felizitas: Ja, um die Geschichte visuell weiterzuführen und den Kern meiner Bachelorarbeit abzubilden.
Wie kam es zur Bewerbung beim ORF Musikpreis Sound@V?
Felizitas: Ursprünglich war es ein Schritt aus meiner Komfortzone. Zum Zeitpunkt der Bewerbung hatte ich noch keinen einzigen Song veröffentlicht. Viele Menschen in meinem Umfeld wussten nicht einmal, dass ich überhaupt Musik mache. Ich habe „When I Was Young“ einfach eingereicht, ohne wirklich damit zu rechnen, ausgewählt zu werden.
Und dann?
Felizitas: Die Nominierung in der Kategorie Newcomer war überraschen. Kurz darauf erschien mein erster Song überhaupt und plötzlich kamen Dinge auf mich zu, mit denen ich nie gerechnet hätte: Presseanfragen, Social-Media-Auftritte und mein erster öffentlicher Auftritt bei der Preisverleihung. Momentan fühlt sich vieles noch ziemlich neu an und es geht alles ein bisschen schneller, als ich erwartet hätte.
Was bedeutet dir die Nominierung?
Felizitas: Sehr viel. Für mich steht sie auch für den Moment, in dem etwas, das ich viele Jahre nur für mich gemacht habe, plötzlich sichtbar geworden ist.
Vielen Dank für das Interview. Wir drücken dir für das Finale die Daumen!
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*Sound@V ist der große Musikpreis des ORF Vorarlberg, der heimische Bands und Soloacts fördert. In vier Kategorien (Pop/Rock, Open Pool, Alternative/Singer-Songwriter, Newcomer) werden insgesamt 25.000 Euro vergeben. Der Wettbewerb endet mit einer großen Open-Air-Award-Show, die im Rahmen des Poolbar Festivals in Feldkirch stattfindet.