Studium als Sprungbrett für Verantwortung und Führung
27.05.2026
Vom ehrenamtlichen Engagement zur Betreuungsleitung in der Flüchtlingshilfe in Liechtenstein: Iris Feuerstein hat mit dem Studium der Sozialen Arbeit an der FHV ihren beruflichen Weg konsequent weiterentwickelt. Heute verbindet die 57-jährige Feldkircherin fachliche Expertise, Führungserfahrung und eine klare sozialarbeiterische Haltung. Aktuell steht sie kurz vor dem Abschluss ihres Masterstudiums.
Der Weg in die Soziale Arbeit begann für Iris mit einem ehrenamtlichen Engagement in der Auslandshilfe der Caritas. „Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt und mir früh gezeigt, dass ich beruflich im Bereich der Sozialen Arbeit tätig sein möchte“, erzählt sie. Das Bachelorstudium an der FHV legte für sie die fachliche Basis für ihren weiteren Berufsweg.
Bereits während des Studiums wurde ihr klar, dass sie sich langfristig in diesem Bereich entwickeln möchte. Nach dem Bachelorabschluss übernahm sie die Betreuungsleitung bei der Flüchtlingshilfe in Liechtenstein. „Diese Aufgabe war gleichzeitig eine große Herausforderung und eine enorme Chance. Ich wurde mit Themen wie Teambuilding, Veränderungen der Rahmenbedingungen innerhalb der Flüchtlingshilfe sowie mit den Anforderungen einer Leitungsfunktion konfrontiert“, gibt sie einen Einblick.
Neue Perspektiven
Besonders prägend war für Feuerstein die Arbeit mit Menschen, die durch Flucht oftmals psychisch und physisch stark belastet waren. Dadurch entstand ihr wachsendes Interesse an psychosozialen Fragestellungen und schließlich die Entscheidung für den Master Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Klinische Soziale Arbeit an der FHV.
„Aus dem Studium habe ich vor allem das sozialarbeiterische Denken und die Haltung mitgenommen, dass Klient:innen Expert:innen ihres eigenen Lebens sind“, sagt sie. Gleichzeitig hat ihr das Studium geholfen, theoretisches Wissen unmittelbar in die Praxis und in ihre Führungsrolle einzubringen. „Durch meine Leitungsfunktion habe ich gemerkt, wie viel fachliches Wissen ich an Mitarbeiter:innen weitergeben konnte.“
Persönliche Begleitung und Praxisnähe
An der FHV schätzt sie besonders die persönliche Atmosphäre und die gute Betreuung. „Man fühlte sich während des gesamten Studiums sehr gut begleitet“, erzählt sie. Auch die kleinen Gruppen und die klar strukturierten Lehrpläne haben sie im Studienalltag unterstützt.
Ein besonderes Highlight war für sie die Teilnahme an einem Forschungsprojekt in Rumänien im Rahmen des Kontextstudiums. Die internationale Zusammenarbeit und die Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten waren für sie besonders bereichernd.
Mit fachlicher Expertise in die Zukunft
Aktuell schreibt Iris Feuerstein ihre Masterarbeit und schließt ihr Studium in diesem Semester ab. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich damit, wie sich das Vertrauen geflüchteter Menschen gegenüber Behörden während des Asylverfahrens entwickelt. „Besonders interessiert mich dabei, welche Erfahrungen dieses Vertrauen stärken oder erschüttern können und welche Handlungsperspektiven sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben. Insbesondere im Kontext der Asylverfahrensberatung und der Arbeit in Aufnahmezentren“, so Iris.
Ab Juli startet sie als Mitarbeiterin in der Schuldenberatung und plant zusätzlich die Ausbildung zur Supervisorin. Ihr persönliches Fazit aus Studium und Berufserfahrung bringt sie dabei auf den Punkt: „Ich habe gelernt, dass man nie zu alt für ein Studium und zum Lernen ist.“