Auszeichnungen an FHV-Studierende vergeben
20.05.2026Key-Takeaways
- Der Erwin-Gächter- sowie der Christl-und-Horst-Zimmermann-Förderpreis wurden am „Tag der Hochschule“ an der FHV an zwei engagierte Studierende verliehen.
- Doris Pichler erhielt den Erwin-Gächter-Förderpreis für ihren beeindruckenden Bildungsweg, ihre hohe Motivation und ihr soziales Engagement, trotz persönlicher Herausforderungen.
- Florian Bischof wurde mit dem Christl-und-Horst-Zimmermann-Förderpreis für seine außergewöhnliche Kombination aus technischer Exzellenz, Eigeninitiative und gesellschaftlichem Engagement ausgezeichnet.
- Die hohe Zahl an Einreichungen für beide Förderpreise zeigt das große Engagement und die Vielfalt außergewöhnlicher Lebens- und Bildungswege an der FHV.
- Beide Förderpreise würdigen nicht nur akademische Leistungen, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung, Mut, Eigeninitiative und persönlichen Einsatz.
Die feierliche Verleihung des Erwin-Gächter- sowie Christl-und-Horst-Zimmermann-Förderpreises fand am „Tag der Hochschule“ an der FHV statt. Die diesjährigen Preistragenden heißen Doris Pichler und Florian Bischof. Sie durften sich über eine Förderung von jeweils 3.300 Euro freuen. „In diesem Jahr gab es besonders viele Einreichungen für beide Förderpreise und die Auswahl ist uns nicht leichtgefallen. Wir gratulieren beiden ganz herzlich und wünschen ihnen für den weiteren Studien-, Karriere- und Lebensweg alles Gute”, betonte FHV-Rektorin Regine Kadgien anlässlich der Preisverleihung.
Auf dem richtigen Weg
Die Verleihung des Erwin-Gächter-Förderpreises übernahmen die Stifter, das Ehepaar Hermine Zass-Gächter und Dr. Engelbert Zass, bereits zum neunten Mal. Die Auszeichnung ergeht an Studierende, die mit einer besonders hohen Motivation Hindernisse auf dem Weg zu ihrem Studium überwunden haben. Aus zahlreichen Bewerbungen wurde Doris Pichler ausgewählt. Die Klauserin absolviert an der FHV den Bachelorstudiengang Internationale Betriebswirtschaft und ist den Weg der persönlichen Weiterentwicklung trotz familiärer Herausforderungen unbeirrbar gegangen. “Diese Auszeichnung bedeutet mir viel. Ich habe mit über 40 Jahren noch einmal alles auf eine Karte gesetzt. Der Preis bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich bin meinem Traum, Eltern von neurodivergenten Kindern und natürlich den Kindern selbst zu helfen, einen Schritt weiter”, so die Preisträgerin.
„Für Doris ist Bildung nicht ein Selbstzweck, sondern ein Instrument, um Verantwortung, Lebenserfahrung und gesellschaftliche Wirkung miteinander zu verbinden. Das ist ganz im Sinne der Werte, für welche der Erwin-Gächter-Förderpreis steht. Ihre Erfahrungen als pflegende Mutter, ihr unternehmerisches Denken mit sozialem Fokus und ihr Engagement, aus eigener Betroffenheit Strukturen zu schaffen, die anderen Menschen in ähnlichen Lebenssituationen zugutekommen, verleihen ihrem Bildungsweg eine besondere Tiefe“, so das Ehepaar Zass-Gächter unisono.
Außergewöhnliche Kombination
Der Christl-und-Horst-Zimmermann-Förderpreis wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Florian Bischof, FHV-Studierender im Bachelor Informatik – Digital Transformation, freute sich über die Unterstützung. Mit einem großzügigen Vermächtnis hat das Ehepaar Zimmermann das Fundament für den Förderpreis gelegt, der Studierende im Fachbereich Technik der FHV unterstützt. „Der Förderpreis bedeutet mir viel, weil er eine Anerkennung für meinen bisherigen Einsatz ist. Ich freue mich sehr über die Chance, die ich dadurch bekomme. Durch die Verbindung von Studium und Arbeit kann ich vieles vom Gelernten aus der FHV direkt bei Blum anwenden und besser verstehen, wie Theorie und Praxis zusammenhängen“, betonte der Lauteracher.
„Uns hat vor allem die außergewöhnliche Kombinaton von fachlicher Exzellenz, beeindruckender Eigeninitiative und gesellschaftlichem Engagement überzeugt. Florian hat seinen technischen Weg weitgehend autodidaktisch gestaltet, parallel dazu Verantwortung bei der Freiwilligen Feuerwehr übernommen und sein Know-how in international relevanten Open-Source-Projekten eingebracht. Das zeugt von großer Reife, Verantwortungsbewusstsein und Idealismus“, führt FHV-Rektorin Kadgien aus. Besonders hervorzuheben ist sein langjähriges Non-Profit-Projekt zur digitalen Lageführung, das ganz konkret zeigt, wie Technologie zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt werden kann. Dies wurde bereits in realen Krisensituationen erfolgreich genutzt. „Damit verkörpert Florian in besonderer Weise jene Werte von Innovation, Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung, für die auch Christl und DI Horst Zimmermann standen“, betonte die FHV-Rektorin.
Über den Erwin-Gächter-Förderpreis
Das Dornbirner Ehepaar Hermine Zass-Gächter und Dr. Engelbert Zass hat den Preis ihrem Vater bzw. Schwiegervater Erwin Gächter gewidmet. Er war das mittlere von fünf Kindern. Ihm war es aufgrund der familiären Situation nicht möglich, eine Matura bzw. einen Hochschulabschluss zu absolvieren. Der Erwin-Gächter-Förderpreis wird an Studierende der FHV vergeben, die einen außergewöhnlichen Lebenslauf aufweisen, hoch motiviert sind und sehr gute Leistungen erbringen, ohne dass es ihnen schon in die Wiege gelegt wurde.
Über den Christl-und-Horst-Zimmermann-Preis
Horst Zimmermann, der 2019 verstarb, galt als Visionär mit einer Faszination für Technik und unternehmerischem Geist. Er war einer der Mitbegründer der Firma ECCON und prägte zuvor viele Jahre die Firma Liebherr in Nenzing. Seine Frau Christl war eine treibende Kraft für den 1982 in Vorarlberg gegründeten Verein „Frauenselbsthilfe nach Krebs“. Für ihr Engagement erhielt sie sowohl das Verdienstzeichen als auch das Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg, sowie den Leopold Bischof Ring. Christl Zimmermann starb im Jahr 2023.