Treffen von internationalen Expert:innen zur Quantentechnologie an der FHV
18.06.2026Key Take-Aways:
- Die FHV bringt internationale Spitzenforschung nach Dornbirn.
- Quantentechnologien eröffnen neue Möglichkeiten für Kommunikation und Computing.
- Internationale Vernetzung ist der Schlüssel für künftige Innovationen.
Von 10. bis 12. Juni fand – ausgerichtet vom Forschungszentrum Mikrotechnik der FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences – der vierte „International GaAs Quantum Dot Workshop“ statt. 27 Forschungsgruppen aus zwölf Ländern tauschten sich über aktuelle Entwicklungen in der Quantenforschung aus und diskutierten Perspektiven für zukünftige Anwendungen wie Quantenkommunikation und Quantencomputing.
Plattform für internationalen Austausch
Mit der Ausrichtung des Workshops positioniert sich die FHV als Plattform für internationalen wissenschaftlichen Austausch. Die lokalen Organisator:innen aus dem Forschungszentrum Mikrotechnik der FHV, Wissenschaftlerin Sandra Stroj und Leiter Fadi Dohnal, betonen die Bedeutung persönlicher Begegnungen für die Entwicklung neuer Forschungskooperationen und Ideen: „Es ist etwas Besonderes, dass wir Forschende aus ganz Europa und darüber hinaus in Dornbirn zusammenbringen. Der persönliche Austausch schafft Vertrauen, neue Ideen und oft auch die Basis für zukünftige Kooperationen.“ Ergänzt wurde der wissenschaftliche Austausch durch ein attraktives Rahmenprogramm – darunter ein Konferenzdinner auf dem historischen Bodenseeschiff „Hohentwiel“, das Raum für informelle Vernetzung bot.
Viele Teilnehmende zeigten sich sowohl von der Organisation und der Forschungsarbeit an der FHV als auch von der Region rund um den Bodensee, die ideale Bedingungen für intensiven Austausch und Vernetzung bietet, begeistert.
Im Fokus der hochkarätigen Veranstaltung standen sogenannte Quantenpunkte. Das sind nanoskalige Halbleiterstrukturen, die Eigenschaften von Atomen und klassischen Halbleitern vereinen und als Schlüsseltechnologie für künftige Quantensysteme gelten. Anwendungen reichen von abhörsicherer Datenübertragung bis zu neuartigen Informationsverarbeitungssystemen.
Internationale Kooperation als Voraussetzung
Die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit wurde von den beteiligten Forschenden mehrfach betont. „Forschung lebt von Kooperation und Austausch“, erklärte Armando Rastelli von der JKU Linz. Viele Innovationen entstünden erst durch den direkten Dialog zwischen unterschiedlichen Disziplinen.
Auch Dorian Gangloff von der University of Cambridge unterstrich, dass Fortschritte in diesem Feld nur durch interdisziplinäre und internationale Vernetzung möglich seien: „Quantentechnologie erfordert Beiträge aus Physik, Materialwissenschaften und Ingenieurwesen.“
Fortschritte und offene Herausforderungen
Während punktuelle Anwendungen der Quantenkommunikation bereits Realität sind, bleiben zentrale Ziele – etwa ein globales Quanteninternet oder stabile Quantencomputer – weiterhin Gegenstand intensiver Forschung.
Um die zukünftige Entwicklung der Quantenwissenschaften zu sichern, ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses besonders wichtig. „Es war eine besondere Freude, talentierte Nachwuchswissenschaftler:innen mit Preisen für das beste Poster, die besten Vorträge und die meisten Fragen auszuzeichnen“, resümiert Doris Reiter von der TU Dortmund. Die Auszeichnungen würdigen wissenschaftliche Leistungen und animieren zum Austausch innerhalb der internationalen Forschungsgemeinschaft.
Der Workshop umfasste Fachvorträge, Poster-Sessions und Diskussionen zu Themen wie Quantenoptik, Spin- und Ladungsphysik sowie Anwendungen in Quantencomputing und -technologie.
Kontakt
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Dipl.-Ing. (FH) Dr. Sandra Stroj
Wissenschaftliche Assistenz
Forschungszentrum Mikrotechnik
+43 5572 792 7207
sandra.stroj@fhv.at