Warum Mechatronics der Schlüssel ist
12.01.2026Konstruktionswissen ohne Kenntnisse in Elektrifizierung und Automatisierung? „Das macht keinen Sinn“, erkannte Fynn Kunath bereits beim ersten Einblick ins Berufsumfeld des Konstrukteurs. Daher hat er sich entschieden, an der FHV einen Master in Mechatronics zu absolvieren, und somit einen tieferen Einblick in die Soft- und Hardware zur Steuerung von diversen Motoren zu bekommen. Die Wahl des Norddeutschen fiel auf Dornbirn. „Ich war zum Infoabend vor Ort. Die Landschaft in Vorarlberg und die Hochschule haben es mir direkt angetan“, blickt der 25-Jährige zurück.
Von embedded Systems bis Mikrotechnik
Fynn schätzt die hohe Flexibilität hinsichtlich der Studieninhalte mit unterschiedlichen Vertiefungsmodulen. „Je nach Interesse sind Mechanik, Embedded Systems oder Mikrotechnik mögliche Module“, gibt der Wahl-Dornbirner einen Einblick. Er schätzt die hervorragende Ausstattung der Labore und den 24/7-Zugang, die kleine Gruppengröße der Studienprogramme sowie den persönlichen Austausch mit den Dozierenden. Die Prüfungsleistungen bestehen aus kleineren Zwischenprüfungen oder Abgaben. „Dadurch bin ich das gesamte Semester über aktiv mit dem Stoff beschäftigt, anstatt am Semesterende eine große klassische und mehrstündige Prüfung zu absolvieren“, gibt Fynn einen Einblick.
Fantastische Aussicht
Auf die Frage nach einem Highlight im Studium kommt spontan: „Jedes Mal der Blick nach draußen in fast jedem Hörsaal oder Lehrraum. Die fantastische Aussicht erinnert mich immer wieder daran, wie schön es hier in Vorarlberg ist“, betont Fynn, der auch als Student Ambassador für die FHV im Einsatz ist. Daneben begeistert ihn aber auch die Praxisnähe des Studiums. „In einer Projektarbeit in embedded Systems wurden am Ende die Förderbänder aller Gruppen in einem Netzwerk verbunden und kommunizierten fehlerfrei miteinander, sodass Pakete im Kreis versandt werden konnten. Das Ergebnis der vielen Stunden des Programmierens dann in der Funktion zu sehen, war ein sehr gutes Gefühl“, betont Fynn.
Interesse an Zusammenhängen
Interessierte am Masterstudium Mechatronics sollten Vorkenntnisse im Bereich Elektrik, Steuer- und Regelungstechnik sowie in Informatik mitbringen. „Es ist von Vorteil, wenn man schon einmal einen Microcontroller in der Hand gehalten und bedient hat“, so der Masterstudent. Ihn persönlich treiben vor allem die Neugier an und die Frage, wie die Dinge um uns herum eigentlich funktionieren. In nahezu jedem technischen Gerät stecken heute ein Chip und elektrische Peripherie. Die zugrunde liegenden Zusammenhänge sind jedoch nicht immer leicht zu durchdringen. „Ohne echtes Interesse fällt es schwer, die komplexen Funktionsweisen nachzuvollziehen“, betont er. Um möglichst viel aus dem Studium mitzunehmen, experimentiert er daher auch in seiner Freizeit und nutzt den freien Zugang zu den Laboren.
Teilzeitjob möglich
Neben dem Studium arbeitet er 30 Prozent bei der Servus Intralogistics GmbH in Dornbirn im Bereich Standardisierung und Baukasten. „Der Teilzeitjob ermöglicht mir ein fast elternunabhängiges Studium, was ich sehr schätze.“ Darüber hinaus nimmt er sich Zeit für seine Hobbies. Aufgrund der Ermäßigungen über die ÖH-Mitgliedschaft schwimmt er regelmäßig im Stadtbad Dornbirn oder im Waldbad Enz oder klettert in der Boulderhalle in Dornbirn. Außerdem ist er gerne in den Bergen rund um Dornbirn unterwegs. „Von entspannten Wanderwegen, alpinen Touren oder Klettersteigen habe ich schon viel erkundet. Im Sommer war ich mit Studienkollegen auf einer mehrtägigen Hüttentour, auf der wir Vorarlberg nochmal aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen durften“, schwärmt er. Auch das Skifahren im Winter darf nicht fehlen: Morgens mit den Kommiliton:innen auf der Piste und am Nachmittag gemeinsam am Schreibtisch. „Es gibt viele Gründe dafür, auch nach dem Studium in Vorarlberg zu bleiben“, meint Fynn abschließend.