Studierendenprojekte
Design und Creative Leadership
Tauche ein in die Zukunft der Gestaltung mit dem Masterstudiengang Design und Creative Leadership, der im Herbst 2024 gestartet ist. Gestaltung wird hier als Schlüssel für gesellschaftliche Transformation betrachtet, Design wird als Denk- und Handlungsweise verstanden, die technologisches, ökonomisches und ökologisches Wissen verbindet.
Unsere vielseitigen Projekte zeigen, wie wir modernste Technologien und gestalterisches Know-How mit Forschung kombinieren. In Kooperation mit Unternehmen und internationalen Partneruniversitäten entwickeln wir spannende Lösungen für komplexe Fragestellungen. Hier bekommst du einen Überblick!
#DesignYourFuture #CreativeLeadership #GestaltungFHV
Internationales Kollaborationsprojekt - FHV x Guildhall
Audiovisuelle Performance
Im Rahmen des genreübergreifenden internationalen Kollaborationsprojekts arbeiten der MA-Studiengang Design & Creative Leadership der FHV und das Electronic and Produced Music Department der Guildhall School of Music & Drama aus London zusammen. Dabei treffen musikalische Komposition und Performance auf visuelle Gestaltung: Während die Studierenden der Guildhall die Musik komponieren und live spielen, entwickeln die Masterstudierenden die dazugehörigen Visuals. Gemeinsam erarbeiten sie das Zusammenspiel von Klang, Bild und Raum.
Ein erster Ausschnitt der gemeinsamen Arbeit wurde am 2. Oktober im Rahmen des FEZ an der CampusVäre präsentiert. Der Auftritt gab Besucher:innen einen Einblick in den interdisziplinären Entwicklungsprozess, bei dem Musik und visuelle Gestaltung miteinander in Dialog treten. Im November wird die Performance in der historischen Old Church in Stoke Newington, London, aufgeführt.
Die Zusammenarbeit eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, über Disziplinen und Ländergrenzen hinweg zu experimentieren, voneinander zu lernen und neue Formen immersiver audiovisueller Gestaltung zu entwickeln. Der Auftritt an der CampusVäre gab einen ersten Einblick in die Arbeit, die im November in London weitergeführt wird.
Immersive und audiovisuelle Bühnenshow in der Old Church, London
Mit „The Poetics of Emergence“ entwickelten Studierende des MA-Studiengangs Design und Creative Leadership der FHV gemeinsam mit Studierenden der Guildhall School of Music & Drama eine immersive, soundreaktive Live-Show. Die Performance wurde in der historischen Old Church in Stoke Newington, London, präsentiert und verband Musik, Projektionen und Architektur zu einem audiovisuellen Gesamterlebnis.
Im Zentrum der visuellen Gestaltung stand das 3D-Mapping: Die Studierenden entwickelten passgenaue Projektionen für die architektonische Elemente des Kircheninnenraums. Die Visual Effects reagierten live auf die Musik oder setzten visuelle Impulse für die musikalischen Performances.
Die Entwicklung des Konzepts erfolgte bereits im Vorfeld in einem kollaborativen Online-Setting. Vor Ort installierten und justierten die Projektteams die Projektions-, Licht- und Soundtechnik und stimmten die visuellen und auditiven Elemente in einem iterativen Prozess aufeinander ab. In Proben wurden Projektionen und Musik wiederholt angepasst, bis ein stimmiges Zusammenspiel entstand.
Dieses Projekt zeigt, wie Studierende im Studiengang Design & Creative Leadership lernen, interdisziplinäre Teams zu führen, technische und kreative Herausforderungen zu meistern und internationale Zusammenarbeit in die Praxis umzusetzen.
Design Challenge - in Kooperation illwerke vkw
Liquid Futures - was fließt, formt und verändert
Wie lassen sich innovative Formate entwickeln, die Wasser in all seinen Dimensionen vermitteln und zugleich ökologische Potenziale wie auch Herausforderungen sichtbar machen? Mit dieser Fragestellung starteten die Masterstudierenden des 1. Semesters in die Designchallenge in Kooperation mit den illwerke vkw. Ziel war es, in einem ersten gemeinsamen Projekt den gesamten Gestaltungsprozess – von der Idee bis zur Umsetzung – zu durchlaufen.
Wasser ist Grundlage allen Lebens, prägt ökologische Systeme, birgt Risiken und ist zugleich kulturelles Symbol sowie wirtschaftliche Ressource. Für den Menschen ist es unverzichtbar – und für Vorarlberg ein zentraler Standortfaktor. Diese Vielschichtigkeit bildete den inhaltlichen Ausgangspunkt der gestalterischen Auseinandersetzung.
Warum Design und Transformation zusammengehören
Einen Einblick in ihre Arbeit gewährten Studierende des Masterstudiums Design und Creative Leadership bei der Präsentation der Ergebnisse ihrer ersten Design-Challenge. Im Zentrum stand die Frage: Wie können Zusammenhänge im Energiewirtschaftssystem verständlich und sinnlich erlebbar gemacht werden?
Sechs Wochen lang haben die Studierenden an der Challenge gearbeitet, die von der illwerke vkw gestellt wurde. Entstanden ist ein begehbarer Experience Space, der die Themen Balance, Netzwerk und Energiefluss auf spannende und spielerische Art und Weise aufgreift. Die Präsentation fand Ende November in der CampusVäre statt.
System neu Denken
Das Studienprogramm ist offen für Personen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen: Designer:innen, aber auch Menschen aus den Natur- und Gesellschaftswissenschaften, der Wirtschaft und der Technik arbeiten in interdisziplinären Teams an den kommunikativen Herausforderungen der Zukunft. „Genau diese Interdisziplinarität der Gruppe zeichnet unser Programm aus. Das ist vor allem wichtig, wenn es darum geht Systeme zu analysieren, um komplexe Zusammenhänge erlebbar zu machen. Genau darum ging es in der Design Challenge“, erklärt Studiengangsleiterin Margarita Köhl.
„Die Transformation hin zu einer erneuerbaren Energiezukunft bringt zentrale gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Sie erfordert, dass viele Menschen diese Veränderungen verstehen, in ihrem eigenen Leben begreifen und aktiv darauf reagieren oder mitgestalten. Genau hier sehe ich den Wert von Ansätzen, die einen sinnlichen Zugang schaffen und kreativ 'out of the box' denken – statt allein von ingenieurwissenschaftlicher Logik geprägt zu sein." Andreas Neuhauser, Leiter Kommunikation bei Illwerke vkw.
Weiße Stoffbahnen, die wie eine Bergformation drapiert auf einem Gerüst angebracht sind und sich wellenartig bewegen - „50 Hertz“ ist der Titel der Installation, die beim Betreten des Experience Space sofort ins Auge sticht. Es geht weiter mit einer Projektion am Boden, bei der Besuchende Teil eines lebenden Netzwerks werden. „Wir haben in diesem Sprint wirklich den gesamten Designprozess durchlaufen, von der Idee über das Modell bis zur Umsetzung. Es war herausfordernd, aber unglaublich spannend und lehrreich!“, so die Studierende Diana Marte.
Intensivprojekt
Überfall der Realität
Im Workshop mit Frank und Patrik Riklin durchliefen die Studierenden in kurzer Zeit ein abgeschlossenes Gestaltungsprojekt. Anhand einer vorgegebenen Aufgabe beschäftigten sich die Teilnehmenden mit allen Phasen des Designprozesses – von der Recherche über die Ideenfindung und Konzeption bis hin zum Entwurf und der prototypischen Umsetzung.
Die Projekte des ersten Semesters im Masterstudium fokussierten sich auf Fragestellungen und Herausforderungen aus dem Bereich Soziales und Design. Die Studierenden entwickelten kreative und praktische Lösungen, die sowohl gestalterische als auch gesellschaftliche Aspekte berücksichtigten, und setzten ihre Ideen in einem dynamischen Arbeitsumfeld erfolgreich um.
"Muhzone"
Wie viel Platz steht wem zu? Wenn wir uns Satellitenbilder ansehen, wird sehr schnell deutlich, wer sehr viel Platz bekommt - unsere Autos. Um diesen Umstand kritisch zu beleuchten und ihn darüberhinaus mit einen zusätzlichen Misstand aufzuzeigen inszenierte eine Gruppe im Intensivprojekt eine Gegenüberstellung im öffentlichen Raum - mithilfe der Kuh „Lady“.
Ziel des Projektes war es, den Stellenwert von Tieren, insbesondere Kühen, neu zu denken und eine kritische Diskussion darüber anzuregen. Sie befassten sich daher damit, wie viel Raum und Wert Tieren im Vergleich zu Fahrzeugen zugebilligt wird. Ein durchschnittlicher Autoparkplatz misst 12,5 Quadratmeter – die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße für den Stallplatz einer Milchkuh jedoch gerade mal die Hälfte. „Warum bekommen Kühe weniger Raum als Autos?“, so die Ausgangsfrage zu dieser ungewöhnlichen Idee.
Beim Sparmarkt in Schwarzach setzten die Studierenden ihre Idee dank der Unterstützung der Bauernfamilie Haag und der Filialleitung des Supermarktes in die Tat um. Gemeinsam mit Kuh „Lady“ spazierten die Studierenden vom Bauernhof zum Supermarkt. Vor dem Sparmarkt war bereits ein markierter „Kuhparkplatz“ mit einem Kuh-Icon und einem „Kuhnden“-Schild vorbereitet.
"VVV – wie fliegen"
SichtWechsel – neue Perspektiven und frischer Blick auf das Gegebene
Im dreitägigen Design-Workshop mit Katharina Mischer, Co-Founder von mischer'traxler studio, arbeiteten die Studierenden in drei Übergruppen – sozial, ökozentrisch und fantastisch. Dabei kombinierten sie Fantasiewörter wie „Nebulon“ oder „Moosoph“ mit konkreten Orten und Akteuren.
In einer hands-on Umgebung entstanden experimentelle Konzepte, die die Welt auf überraschende Weise neu erlebbar machten. Ziel des Workshops war es, spielerisch und kreativ neue Perspektiven zu entwickeln und bestehende Denkweisen auf den Kopf zu stellen. Die Studierenden nutzten dabei ihre Vielseitigkeit, um innovative Ideen zu schaffen, die sowohl ästhetische als auch funktionale Dimensionen ansprachen.
Kein Bock Spiel
Die Studierenden entwickelten ein Kennenlernspiel, das sich bewusst von klassischen Formaten unterschied. Dabei stellten sie sich die Frage: Warum werden diese Spiele als gegeben hingenommen, anstatt sie zu hinterfragen? Könnte es nicht eine Version geben, die besser zu ihnen passt?
Aus diesem Grund entwarfen sie ein neues Konzept – ein Spiel, das eine ansprechendere und authentischere Möglichkeit bietet, miteinander in Kontakt zu treten.
Intensivprojekt zur Datenvisualisierung mit Christine Zimmermann
Wie können Datensätze in komplexe, mehrteilige Infografiken übersetzt werden, die sowohl informativ als auch ästhetisch zugleich sind? Dieser Frage widmeten sich Studierende in der Lehrveranstaltung „Intensivprojekt 3“ unter der Leitung von Christine Zimmermann
Unter dem Titel „Hallo Österreich – wie geht es dir?“ setzten sich die Studierenden intensiv mit gesellschaftlich relevanten Datensätzen auseinander. Ausgangspunkt war die Analyse vorhandener Daten, aus der erste Ideen für mögliche Visualisierungsformen entwickelt wurden. Ziel des Projekts war es, mehrere Datensätze auszuwählen, zu strukturieren und so aufzubereiten, dass sie verständlich, anschaulich und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich wird.
Forschungsprojekt
Communiting– Wie Nachbarschaft zur Community wird
Wie entstehen lebendige Communities und was braucht es, damit aus Menschen, die nebeneinander wohnen, eine Gemeinschaft wird? Im Rahmen eines von der AMA geförderten Forschungsprojekts wurde untersucht, wie soziale Beziehungen gestärkt, Begegnungen ermöglicht und nachbarschaftlicher Zusammenhalt gefördert werden können.
In Zusammenarbeit mit gabriele und frau müller lag der Fokus auf dem Potenzial bestehender Gemeinschaftsräume und Freiflächen: Wie können sie zu Orten des Austauschs werden? Welche Rahmenbedingungen fördern Beteiligung und gemeinsames Engagement? Und wie können Bewohner:innen ihre Nachbarschaft aktiv mitgestalten?
Das Projekt zeigt, wie durch soziale Innovation, gemeinschaftliche Aktivitäten und neue Formen der Beteiligung aus bestehenden Strukturen lebendige Orte des Miteinanders entstehen können.
Idea Circle
Designfragen im direkten Dialog
Mit dem „Idea Circle“ starten die Studierenden des Masterstudiengangs Design und Creative Leadership ins Sommersemester. Das Format bringt Organisationen, Institutionen und Initiativen aus der Region mit unseren Studierenden zusammen, um an aktuellen Fragestellungen aus Praxis und Gesellschaft zu arbeiten.
Designfragen im direkten Dialog
In dieser Runde brachten unter anderem das Stadtmuseum Dornbirn, Gebrüder Weiss, Marke Vorarlberg, ORF Vorarlberg, Konzert und Theater St. Gallen sowie die Kreative Wirtschaft Vorarlberg konkrete Themen - von strategischen Designfragen bis zu transformationsbedingten Herausforderungen ein. Auf dieser Basis entwickeln die Studierenden im laufenden Semester innovative Lösungsansätze und stärken ihre Rolle als kreative Partner:innen für regionale Akteur:innen.
Designfragen im direkten Dialog
Designfragen im direkten Dialog
Information Experience und KI-basiertes Design
Körper als Interface – Interaktive Experimente mit KI
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Information Experience und KI-basiertes Design“ im dritten Semester DCL entstanden interaktive Arbeiten, in denen der menschliche Körper zum Interface wird. Die Projekte machen digitale Prozesse räumlich erfahrbar, indem Bewegungen in visuelle Datenübersetzungen transformiert werden. So zeigen die Studierenden, wie KI-basierte Systeme als gestalterische Werkzeuge neue Formen körpergebundener Interaktion eröffnen.
Interaktives Ausstellungsplakat
Das interaktive Plakat wurde für eine fiktive Ausstellung der Kursarbeiten konzipiert. Durch Handbewegungen lassen sich verschiedene Informationsebenen wie Namen, Projektbilder und typografische Details aufdecken. Gleichzeitig wird das Kamerabild in Echtzeit in Pixelstrukturen oder ASCII-Code übersetzt.
Interaktives Ausstellungsplakat
Die Installation thematisiert die Ambivalenz digitaler Mensch-Maschine-Interaktion: Natürliche Bewegungen steuern die visuelle Ausgabe, werden jedoch gleichzeitig in maschinell verarbeitbare Daten reduziert. Insgesamt stehen 15 Interaktionsmodi zur Verfügung – darunter Maskierungs-, Pixel- und ASCII-Modi. Zentrale Herausforderungen lagen in der Performance-Optimierung und der Kalibrierung des Body-Trackings im Hochformat.
Heatmap
Auch das Projekt "Heatmap" setzt den Körper als zentrales Interface ein. Eine Kamera erfasst Personen im Raum und übersetzt ihre Bewegungen in eine abstrahierte Schwarz-Weiß-Heatmap in Echtzeit. Es gibt keine klassischen Bedienelemente – jede Bewegung erzeugt unmittelbar eine visuelle Reaktion.
Heatmap
Die entstandenen Bilder konnten gespeichert oder ausgedruckt werden und halten so flüchtige Momente fest. Das Projekt verbindet technisches Experimentieren mit gestalterischer Umsetzung und zeigt, wie KI-basiertes Coding als intuitives, körperliches Interface genutzt werden kann.
Forschungslabor
Im ersten Forschungslabor des Masterstudiums stand die Designforschung im Mittelpunkt. Anhand des Themas Mobilität erhielten die Studierenden einen praxisnahen Einstieg in forschende Gestaltungsprozesse – von der ersten Erhebung bis zur prototypischen Umsetzung.
Zum Auftakt sammelten die Studierenden erste Eindrücke und Daten mithilfe von Cultural Probes – einem qualitativen Forschungsinstrument, das persönliche Erlebnisse und Perspektiven sichtbar macht. Ergänzt wurde dieser Zugang durch spannende Inputs von Expert:innen wie Mirjam Steinböck (IG Kultur), die gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen von Mobilität beleuchteten.
Perspektiven und Fragestellungen
Basierend auf diesen Einblicken wählten die Studierenden eigenständig Perspektiven und Fragestellungen, aus denen sie in kleinen Gruppen weiter forschten: Wie erleben Menschen Mobilität in ihrem Alltag? Welche Hürden tun sich auf? Welche innovativen oder ungesehenen Lösungen lassen sich gestalten?
Prototyp und Online Journal
Die Gruppen führten weitere qualitative Erhebungen durch, analysierten Routinen, Perspektiven und Kontexte – und entwickelten erste konzeptionelle und gestalterische Prototypen. Begleitet wurde dieser induktive Forschungsprozessdurch Reflexionen und Diskussionen, die schließlich zu eigenständigen Artikeln wurden.
In einem Workshop mit Michael Marte entstand ein gemeinsames Online-Journal, das die verschiedenen Forschungsprozesse dokumentiert und miteinander vernetzt. Hier zeigen die Studierenden nicht nur ihre Ergebnisse, sondern geben auch Einblicke in ihre methodischen Entscheidungen und individuellen Zugänge.
Interaktive Werkschau
Zum Abschluss präsentierten die Studierenden ihre Prototypen im Rahmen einer interaktiven Ausstellung. Besucher:innen waren eingeladen, mitzugestalten, zu kommentieren und Feedback zu geben. Die Werkschau wurde damit nicht nur zum Schaufenster, sondern selbst zum Teil des Forschungsprozesses – als Ort der Evaluation, Diskussion und Weiterentwicklung.