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FHV-Studium ebnete den Weg zur Promotion: Wie aus einem Interesse ein Forschungsweg wurde

18.08.2026
Was passiert, wenn aus einem Studieninteresse eine echte fachliche Leidenschaft wird? Für Tobias Gorbach, Absolvent des Masterstudiums Mechatronics an der FHV, war es die Schwingungstechnik, die ihn schon im Studium nicht mehr losgelassen hat. Das Kontextstudium bot ihm die Möglichkeit, dieser Faszination nachzugehen – von einer Projektarbeit über die Masterarbeit bis hin zur Promotion.

Neue Fragen stellen

„Das Kontextstudium im Rahmen des Studiums an der FHV war für mich die Möglichkeit, nicht nur Antworten zu lernen, sondern erstmals selbst an Fragen zu arbeiten, auf die es noch keine Antworten gibt", beschreibt Tobias seine Erfahrungen. Bereits während des Studiums war er als studentischer Mitarbeiter im Forschungszentrum Mikrotechnik an der FHV tätig. Als dort das Thema „Modaler Energietransfer" aufkam, war klar: Genau hier will er tiefer einsteigen.

Im Rahmen des Kontextstudiums bietet die Hochschule Studierenden die Möglichkeit, an Forschungsprojekten mitzuarbeiten. Für Tobias war das der Einstieg in ein Themengebiet, das ihn bis heute nicht mehr loslässt: die Schwingungstechnik – insbesondere die Schnittstelle zu Systemdynamik und Modellierung. „Zu verstehen, wie sich Schwingungen gezielt beeinflussen und sogar gezielt nutzen lassen, hat mich sofort gepackt."

Ausschlaggebend war für ihn aber noch etwas anderes: „In der Forschung arbeite ich nicht eine bekannte Lösung ab. Der Ausgang ist offen. Das ist unbequemer, aber genau das hat mich angetrieben."

 

Vom Forschungsprojekt zur Promotion

Aus dem Projekt entstand direkt seine Masterarbeit mit dem Titel „Optimierung eines elektromagnetischen Aktors zur induzierten modalen Energieübertragung". Je tiefer er sich einarbeitete, desto klarer wurde: Hier liegt sein fachlicher Schwerpunkt. Die Möglichkeit, auf bestehender Forschung aufzubauen und ein Thema über längere Zeit zu vertiefen, sieht Tobias als besonderen Mehrwert des Kontextstudiums.

Ein Highlight war die Präsentation seiner Forschung auf einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz – als einziger Masterstudent unter zahlreichen Doktorandinnen und Doktoranden.

Rückblickend war die Promotion nicht von Anfang an geplant. „Viele dieser Schritte waren Zufälle oder Chancen, die sich im richtigen Moment ergeben haben. Die Richtung war aber immer dieselbe: die Schwingungstechnik."

 

Forschung als Chance für Studierende

Der Weg von Tobias zeigt, wie aus einem ersten fachlichen Interesse eine Leidenschaft werden kann, wenn Studierende früh mit Forschung in Kontakt kommen. Aus einem Projekt wurde eine Masterarbeit, aus einer fachlichen Vertiefung ein klarer Schwerpunkt – und schließlich eine wissenschaftliche Karriere in der Schwingungstechnik.

Gleichzeitig vermittelt Forschung Kompetenzen, die weit über klassische Lehrveranstaltungen hinausgehen: offene Fragestellungen zu bearbeiten, neue Lösungswege zu entwickeln und mit Unsicherheiten umzugehen.

„Das Kontextstudium hat mir mehr als Wissen vermittelt: Es hat mir Orientierung gegeben und aus einem Interesse eine fachliche Leidenschaft gemacht, die mich bis heute begleitet", so Tobias.

 

 

Factbox

Kontextstudium an der FHV

Das Kontextstudium an der FHV ist Teil des Masterstudiums und eine Besonderheit unter Österreichs Fachhochschulen. Studierende haben im Rahmen dieses Angebots die Möglichkeit, gemeinsam mit FHV-Forschenden in den jeweiligen Forschungszentren und -gruppen an aktuellen Fragestellungen zu arbeiten und einen Einblick ins wissenschaftliche Arbeiten zu erhalten. Häufig ergeben sich daraus Themen für Bachelor- oder Masterarbeiten, wertvolle Praxiserfahrungen, neue Kontakte und Perspektiven für den weiteren Berufsweg.

 

Kontakt:


Mitarbeiterfoto von Gorbach Tobias. | © FHV /Nina Bröll


Tobias GORBACH, BSc MSc
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

+43 5572 792 3833
tobias.gorbach@fhv.at