„Ich bin im richtigen Beruf“
14.01.2026Was magst du an deinem Job am liebsten?
Johanna Fritz: Jeder Tag ist unterschiedlich, mit herausfordernden Situationen und dem Treffen von eigenen Entscheidungen. Ich mag es, im Team zu arbeiten und den direkten Kontakt mit den Menschen zu pflegen. Das Schöne an meiner Arbeit ist es, im Gespräch mit Patientinnen und Patienten positive Rückmeldungen zu bekommen. Das bestätigt mich, dass ich im richtigen Beruf bin.
Was hat dich damals motiviert, Gesundheits- und Krankenpflege zu studieren?
Johanna Fritz: Als ich als Kind eine Appendix-Operation hatte, wurde mir auf meinen Wunsch mitten in der Nacht ein Tee ans Bett im Krankenhaus gebracht. Darüber hatte ich mich so gefreut, dass ich seit diesem Moment auch anderen Menschen mit solchen „Kleinigkeiten“ eine große Freude bereiten und sie unterstützen wollte. Auch meine Mutter arbeitet in der Pflege und daher hatte ich von Klein auf einen Einblick in diesen schönen Beruf.
Welche Kompetenzen, die du im Studium entwickelt hast, bringst du in deinem beruflichen Alltag ein?
Johanna Fritz: Offene, ehrliche, effektive Kommunikation und soziale Kompetenz. Zum Beispiel in Gesprächen und in der Zusammenarbeit mit Patient:innen, Angehörigen, dem eigenem Team, mit Auszubildenden, den Ärzten oder den Physiotherapeut:innen. Ganz wichtig ist natürlich auch die erworbene fachliche Kompetenz im Pflegeprozess oder im Bereich der unfallchirurgischen Krankheitsbilder. An der FHV habe ich mir zudem auch wissenschaftliche Kompetenz angeeignet, bspw. das Arbeiten nach dem neuesten Stand der Wissenschaft.
Was hat das Studium an der FHV ausgezeichnet?
Johanna Fritz: Die hohe Praxisnähe, zum Beispiel mit dem Pflegeassessment, aber auch zahlreiche absolvierte Praktika. In sehr guter Erinnerung habe ich außerdem die gute Gemeinschaft in unserer Gruppe und mit den Lehrenden der FHV.
Was zeichnet die FHV als Hochschule aus?
Johanna Fritz: Neben der praxisnahen Ausbildung war die Internationalität ein großer Pluspunkt. Wir hatten immer wieder Austausch mit Studierenden und anderen Personen aus der ganzen Welt. Spannend sind an der FHV zudem die verschiedenen Fachrichtungen, die eng zusammenarbeiten. Beispielsweise Gesundheits- und Krankenpflege mit Sozialer Arbeit. Diese Interdisziplinarität war ein Mehrwert.
Gab es ein Highlight im Studium?
Johanna Fritz: Ja, mein Auslandspraktikum in Stuttgart auf der Neuropädiatrie im Olgahospital. Ich konnte dort in einem großen Krankenhaus viele Erfahrungen über seltene Krankheitsbilder und das deutsche Gesundheitssystem sammeln. Es gab damals zusätzliche Herausforderungen aufgrund der Coronapandemie.
Welchen Tipp gibst du aktuell Studierenden in Gesundheits- und Krankenpflege?
Johanna Fritz: Lernt für euch selbst, nicht für andere. Lasst euch auf jedes Praktikum ein, auch wenn ihr euch nicht unbedingt speziell für den Fachbereich interessiert. Ich habe aus jedem Praktikum einiges mitgenommen und konnte es bei der folgenden Arbeitsstelle anwenden.
Vielen Dank für das Gespräch.
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