Dreißig Forschende aus Hochschulen rund um den Bodensee beschäftigten sich anlässlich eines Workshops an der FH Vorarlberg mit Fragen zum Thema Ethik.

Teilnehmende des Ethik-Workshops an der FH Vorarlberg (Foto: FH Vorarlberg/bise).

Dürfen Roboter in der Pflege eingesetzt werden? Gibt es eine Rechtfertigung, die Internetnutzung am Arbeitsplatz verdeckt zu erfassen? Welche Einwilligung ist erforderlich, damit Kinder an wissenschaftlichen Studien teilnehmen können? Ethische Fragen werden in der Wissenschaft sehr oft aufgeworfen.

 

Anerkannter Experte

Dreißig Forschende aus Hochschulen rund um den Bodensee beteiligten sich an einem Workshop an der FH Vorarlberg, um diese Fragen unter Anleitung des Ethikers Arne Manzeschke zu beantworten. Der Deutsche ist ein international anerkannter Experte im Bereich der ethischen Bewertung von wissenschaftlichen Arbeiten. “Ethik heißt, sich Zeit zu nehmen und zu überlegen, was im konkreten Fall das Gute ist und dies dann zu tun”, sagt Manzeschke. Er ist Professor für Anthropologie und Ethik an der Evangelischen Hochschule Nürnberg und Präsident der Societas Ethica, der Europäischen Forschungsgesellschaft für Ethik.

Ethik-Kommission
„Weil die Ethik auch aufgrund der Digitalisierung immer öfter thematisiert wird, hat sich die FH Vorarlberg dazu entschieden, eine eigene Ethik-Kommission einzurichten“, führt Guido Kempter, Leiter des Forschungszentrums Nutzerzentrierte Technologien an der FH Vorarlberg aus. Arbeitskreise wie diese sind an den Hochschulen weit verbreitet. Die Mitglieder prüfen und geben eine Stellungnahme zu ethischen Fragen von wissenschaftlichen Untersuchungen ab. Sie beschäftigen sich zudem über das Forschungsvorhaben hinaus mit zu erwartenden Folgen für den Menschen. „Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit werden Empfehlungen und Stellungnahmen herausgegeben, die in ethischen Grenzbereichen Entscheidungsfindungen erleichtern“, erklärte Kempter abschließend.

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