Die Forschungsarbeit von Patrick Spettel für seine Promotion an der Universität Ulm wurde an der FH Vorarlberg betreut und mit dem Prädikat "summa cum laude" ("mit höchstem Lob") ausgezeichnet. Der 30-jährige Langener beschäftigte sich mit dem Thema "Evolution Strategies for Constrained Optimization".

Begonnen hat Patrick Spettel seine wissenschaftliche Karriere mit dem Bachelorstudium Informatik an der FH Vorarlberg. „Dabei kam ich zum ersten Mal bei einer Vorlesung von Prof. Hans-Georg Beyer mit der theoretischen Seite der Informatik in Berührung“, erklärt der 30-Jährige. Um sich in diesem Bereich zu spezialisieren, wechselte Spettel anschließend an die ETH Zürich und absolvierte dort das Masterstudium Informatik mit dem Fokus auf der theoretischen Informatik. Nach Abschluss des Studiums arbeitete Spettel zweieinhalb Jahre bei Leica Geosystems bevor er sich für das Doktoratsstudium entschied. „Ich hatte die Möglichkeit bekommen, im Rahmen eines Forschungsprojekts an der FH Vorarlberg meine Dissertation zu schreiben. Da ich über den Sport sehr an Vorarlberg gebunden bin, war das ein großer Vorteil für mich.“ Betreut wurde die Dissertation von Hans-Georg Beyer, der an der FH Vorarlberg als Forschungsprofessor im Bereich Computational Intelligence insbesondere Evolutionäre Algorithmenarbeitet.

Im Rahmen des Forschungsprojekts "Evolution Strategies for Constrained Optimization" beschäftigte sich Spettel mit der Optimierung von sogenannten Black-Box Funktionen mit Nebenbedingungen nach dem Darwinschen Evolutionsprinzip. Für den Informatiker eine spannende Aufgabe: „Nach diesem Prinzip sind mit Hilfe von zufallsbasierten Mutationen  schwierige Optimierungsprobleme  relativ gut in den Griff zu bekommen.“ Nach drei-jähriger Forschungsarbeit konnte Spettel seine Ergebnisse einer sechsköpfigen Prüfungsjury erfolgreich präsentieren und wurde zum Dr. rer. nat. an der Universität Ulm mit dem Prädikat "summa cum laude" ("mit höchstem Lob") in der Informatik promoviert.

Patrick Spettel kehrt nun wieder zu Leica Geosystems zurück, wo er im Bereich „machine learning“ arbeiten wird.

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