Mit 1. November 2020 startet die „European University“, an der mit sieben anderen Hochschulen in Irland, Portugal, den Niederlanden, Ungarn und Finnland auch die FH Vorarlberg mitwirkt. Gemeinsam bilden sie das Regional University Network („RUN“), durch das unter anderem schrankenlose Mobilität für Studierende und flexible PhD-Abschlüsse möglich werden. Die Teilnahme am neuen internationalen Hochschulverbund sei „gut für den Standort Vorarlberg“, bekräftigte Bildungsreferentin Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink: „Damit verbunden sind neue Chancen für Studierende und die Forschung“.

Dem neu geschaffenen Netzwerk gehören dynamische Hochschulen an, die stark regional verankert sind und über nachgewiesene Erfolge und ein hohes Engagement in Lehre und Forschung verfügen: Polytechnic of Leiria und Polytechnic of Cavado and Ave in Portugal, Athlone Institute of Technology und Limerick Institute of Technology in Irland, NHL Stenden in den Niederlanden, Häme University of Applied Sciences in Finland und die Széchenyi István University in Ungarn.

Der Fokus liegt auf technischen Universitäten und Hochschulen, polytechnischen Instituten und Fachhochschulen, die einen gemeinsamen Hintergrund in der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Industrie und regionalen Akteuren in Lehre und Forschung aufweisen. Vorgesehen ist, dass sich dieses Bündnis für die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Regionen einsetzt und die Möglichkeit bietet, bestehende Haupt- und Großstadtregionen zu ergänzen.

Zukünftige Studierende werden in den nächsten Jahren einen europaweit vernetzten Hochschulcampus erleben, erläuterte FH Vorarlberg-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl. Für die gemeinsamen Aktivitäten, Ausbildungsprogramme und Forschungsaktivitäten werden eine gemeinsame Managementstruktur sowie ein internationales Büro eingerichtet. Studierende, die an diesen Aktivitäten teilnehmen, werden dann gleichzeitig Studierende der Europäischen Universität „RUN-EU“ sein. Lehrende und Forschende werden mit Kolleginnen und Kollegen aller Hochschulen in der Allianz Lösungen für ihre Regionen und Städte entwickeln.

„Wir stehen im internationalen Wettbewerb, als Hochschule genauso wie in Bezug auf unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Ich bin überzeugt, dass wir im Rahmen dieses europäischen Konsortiums viel für die Region bewegen können“, freut sich der FH-Geschäftsführer. „Unser Land wird mit Sicherheit von dieser Zusammenarbeit profitieren. Eine ‚European University‘ fungiert als Vorzeigemodell im Bereich hochqualitative Lehre, Forschung, Innovation und leistet darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Regionalentwicklung“, ergänzt Schöbi-Fink.

Start für kooperatives Doktoratsprogramm
Daneben startet an der FH Vorarlberg ab sofort ein kooperatives Doktoratsprogramm. Die Landesstatthalterin spricht von „einem weiteren wichtigen Schritt, mit dem sich die FH Vorarlberg als Ausbildungsstandort auf Top-Niveau in Europa etabliert“. Es gehe darum, Forscherinnen und Forscher bestmöglich zu fördern, weil deren Erkenntnisse die Grundlage für Innovation und Wohlstand bilden. Das neue Doktorats- bzw. PhD-Programm der FH Vorarlberg bringe für Doktorandinnen und Doktoranden zusätzliche Möglichkeiten in der Karriereentwicklung, und daraus ergeben sich Vorteile für die gesamte Forschungslandschaft. „Doktorandinnen und Doktoranden profitieren außerdem von einer hochschulübergreifenden sowie internationalen Vernetzung und Zusammenarbeit von Forschungs- und Wissenschaftsteams“, sagt Schöbi-Fink. Das Doktoratsprogramm startet ab dem Sommersemester 2021.

Die FH Vorarlberg befasst sich schon seit längerer Zeit mit diesem Thema. Die Hochschule hat seit ihrer Gründung großen Wert daraufgelegt, wissenschaftliches Personal zu beschäftigen. Diese Mitarbeitenden haben sowohl bei der Entwicklung der Studienprogramme mitgewirkt, als auch maßgeblich zum erfolgreichen Auf- und Ausbau der Forschungseinrichtungen und Ressel-Zentren an der Fachhochschule beigetragen. „Auf diese Weise konnten schon seit den Anfängen der FH Vorarlberg zahlreiche Dissertationsvorhaben von unseren wissenschaftlichen Mitarbeitenden begleitet werden“, erklärte Tanja Eiselen, Rektorin der FH Vorarlberg.

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