Förderpreis geht an Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens René Moser

Das Ehepaar Zass (r.) bei der Übergabe des Schecks an Preisträger René Moser (Mitte) und FH-Rektorin Tanja Eiselen (l.). Copyright: FHV/Patrizia Keckeis

Die Fachhochschule Vorarlberg (Vorarlberg University of Applied Sciences) hat im Rahmen des Rektorstag, unter dem Motto „Wie geht es weiter mit der digitalen Transformation?“ am 13. Oktober zum vierten Mal den Erwin-Gächter-Förderpreis vergeben. Der Preis ging an den Studenten des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen René Moser. Stifter des Preises sind Hermine Zass-Gächter und Dr. Engelbert Zass. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird jährlich vergeben.

Zweiter Bildungsweg
In diesem Jahr wurde der Preis an den Studenten René Moser verliehen. Er wurde aus insgesamt 31 Bewerber:innen ausgewählt. Ausschlaggebend war sein Werdegang, so FH-Rektorin Prof. (FH) Dr. Tanja Eiselen: „Aus schwierigen familiären Verhältnissen kommend, hat René im 2. Bildungsweg sein Studium bei uns an der Hochschule begonnen. Nach einer Lehre als Lagerlogistiker und einigen Jahren Berufserfahrung in diesem Bereich, absolvierte er die Berufsreifeprüfung, um den Hochschulzugang zu erwerben und sich seinen Traum, ein Studium zu erfüllen. Seit September 2020 studiert der 33-jährige Vater von zwei Kindern an der FHV berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen, was nicht immer einfach ist“. René Moser freut sich sehr über diese Anerkennung: „Ich freue mich sehr, den Gächter-Preis gewonnen zu haben und damit auch vielen anderen zu zeigen, dass es sich lohnt, sich anzustrengen. Es ist eine Bestätigung, dass jeder Mensch eine zweite Chance hat und diese auch bekommt, wenn man das Ziel nicht aus den Augen verliert.“ Moser erhält insgesamt 3.000 Euro Förderbeitrag. Die jeweiligen Teilbeträge werden ihm im zweiten, vierten und sechsten Semester ausbezahlt.

Andenken an Vater
Dem Dornbirner Ehepaar Hermine Zass-Gächter und Dr. Engelbert Zass ist bewusst, dass Studierende mit wenig finanziellem Rückhalt erschwerte Bedingungen im Studium haben. Aus diesem Grund möchten sie förderungswürdige Studierende finanziell unterstützen und haben den „Erwin-Gächter-Förderpreis“ ins Leben gerufen. Der Förderpreis soll an Studierende der
FHV vergeben werden, die einen außergewöhnlichen Lebenslauf aufweisen, hoch motiviert sind und sehr gute Leistungen erbringen, ohne dass ihnen das sozusagen schon in die Wiege gelegt wurde. Bachelor- und Masterstudierende können sich mit einem Motivationsschreiben und ihrem Lebenslauf für den Preis bewerben. Hermine Zass-Gächter und ihr Mann haben den Preis namentlich ihrem Vater bzw. Schwiegervater Erwin Gächter gewidmet. Erwin Gächter war das zweitjüngste von insgesamt fünf Kindern. Ihm war es durch die damalige familiäre Situation nicht möglich, eine Matura bzw. einen Hochschulabschluss zu absolvieren. „Wir möchten mit dem Förderpreis einen finanziellen Beitrag leisten, der es den ausgewählten Studierenden erleichtern soll, den angestrebten Studienabschluss zu erreichen“, erklärt das Ehepaar die Beweggründe. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der Familie Zass und möchten uns dafür herzlich bedanken. So ist es uns möglich, Studierende mit einem besonderen Werdegang zu fördern“, zeigt sich FHV-Rektorin Eiselen erfreut. Der Erwin-Gächter-Förderpreis wird jedes Jahr im Rahmen des Rektorstag an der FHV verliehen.

 

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