Dr. Ann-Kristin CORDES

Endowed Professorship for Digital Business Transformation

Mitarbeiterfoto von Ann-Kristin Cordes  | © Nina Bröll

3 Fragen - 3 Antworten

Digitale Transformation in kleinen und mittelständischen Unternehmen – was bedeutet das genau?

Es geht darum, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Region auf ihrem Weg der Digitalisierung zu unterstützen. Hierbei wird auf datengetriebene Geschäftsmodelle fokussiert und wie diese in Unternehmen entwickelt werden können. Als Background dient mir dabei ein von der Deutschen Bundesregierung gefördertes Projekt "Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Lingen". Dieses Projekt zielte genau darauf ab, datengetriebene Geschäftsmodelle für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem Handel, Handwerk und produzierende Gewerbe zu entwickeln. Daher hat mich die Stellenausschreibung dieser Stiftungsprofessur thematisch sofort angesprochen. 

Was sind deine Pläne und Ziele für diese Forschungsgruppe die nächsten Jahre?

Gemeinsam mit den ersten Mitarbeitenden – das werden 3 bis 4 sein – wird es Veranstaltungen und Workshops geben bis hin zu begleitenden Projekten, die sich folgenden Fragestellungen annehmen: Wie gelingt der Einsatz neuer Technologien in meinem Unternehmen? Wie kann ich mein Geschäftsmodell digitalisieren? Welche Fähigkeiten sind für ein digitales Unternehmen notwendig? Wie kann ich die adäquaten KI-Lösungen für mein Unternehmen identifizieren? Die Forschungsgruppe wird in den nächsten Jahren stetig ausgebaut, um immer mehr mittelständische Unternehmen in Vorarlberg unterstützen zu können. Dafür sind allerdings weitere Fördergelder aus der Industrie notwendig. Ein Netzwerk aufzubauen und weitere Geldmittel einzutreiben, gehört also auch zur Arbeit des Teams.

Was ist deiner Meinung nach bei der digitalen Transformation in Unternehmen besonders wichtig?

Unternehmen sollten immer mehr darauf bedacht sein, das unbewusste Wissen der jungen Mitarbeitenden zu heben und Inspiration zuzulassen. Gerade junge Menschen bringen ein unbewusstes Wissen über die neuen Technologien mit, die sie privat nutzen. In standardisierten Prozessen, die in hierarchischen Organisationen vorherrschen, können sie dieses Wissen meist nicht einbringen. Dafür braucht es unbedingt ein neues Führungsverständnis. Ich sehe hier große Chancen, wenn Führungskräfte diese schlummernden Potenziale an vorhandenem Wissen erkennen und zutage fördern. Dass das gerade traditionell gewachsene Unternehmen vor große Herausforderungen stellt, ist völlig normal.

 

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